2. Treffen der Medizinstipendiaten des Landkreies Coburg

Sorgenfrei studieren. Wir finanzieren.

Fünf Medizinstudierende erhalten derzeit vom Landkreis Coburg ein Stipendium. Bereits zum zweiten Mal haben sich Stipendiaten und Förderer zu einem zwanglosen Erfahrungsaustausch getroffen.

Ob Magdeburg, Regensburg, Gießen, Bochum oder Budapest: Die fünf Medizinstipendiaten des Landkreises Coburg sind am vergangenen Wochenende aus allen Himmelsrichtungen zum zweiten Stipendiatentreffen angereist. Trotz unterschiedlicher Studienorte haben die Studierenden allerdings eines gemeinsam: „Sie erhalten über das Medizinstipendium fünf Jahre lang 300 Euro pro Monat. Nach dem Uniabschluss kommen die angehenden Ärzte zur fachärztlichen Weiterbildung und für eine spätere hausärztliche Tätigkeit zu uns in den Landkreis“, erläutert Landrat Michael Busch. Neben den monetären Anreizen ist den Verantwortlichen im Landratsamt ein intensiver Kontakt und Austausch schon während des Studiums wichtig. Einmal im Jahr werden die Stipendiaten daher zu einem gemeinsamen Treffen in die Region eingeladen. „Die Stipendiaten früh an die Region zu binden und den Kontakt zur Ärzteschaft weiter zu vertiefen“, erachtet Landrat Busch dabei als besonders wichtig. Abwechslungsreich und bunt war das Programm des diesjährigen Stipendiatentreffens, zu dem der Landrat die Stipendiaten begrüßt hat. „Willkommen in der schönsten Gegend der Welt. Alles richtig gemacht bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitsplatzes“ so die motivierenden Worte in der Begrüßung, zu der auch Vertreter der Ärzteschaft ins Klinikum Coburg gekommen waren. „Mit unserer engagierten Ärzteschaft vor Ort ziehen wir gemeinsam an einem Strang, um die besten Bedingungen für ihre spätere Niederlassung bereitzustellen“, erläuterte Busch den Stipendiaten.
Mit einem Rundgang durch die moderne Notaufnahme des Klinikums Coburg beeindruckte Dr. Christian Pohlig die angehenden Ärzte. Als Chefarzt bildet Dr. Pohlig zudem Nachwuchsmediziner für die Region aus. „Sie erhalten am Weiterbildungsverbund Coburg die komplette allgemeinmedizinische Weiterbildung aus einem Guss“, so Dr. Pohlig, der gemeinsam mit Dr. Oliver Gregor den Weiterbildungsverbund koordiniert.
Der Gang durch die Bereitschaftspraxis gemeinsam mit Dr. Thomas Scheller, dem Vorsitzenden des Bereitschaftspraxisvereins, rundete den Besuch im Klinikum ab. Seit 2013 befindet sich die Bereitschaftspraxis in den Räumen des Klinikums und versorgt Patienten zu den Zeiten, in denen der Hausarzt keine Sprechstunde hat. Das Coburger Modell hat auch bei den Stipendiaten großen Anklang gefunden. „Durch die Bereitschaftspraxis sind die zu absolvierenden Dienste pro Jahr überschaubar“, machte C. Speitling, Stipendiatin des Landkreises, deutlich. „Ein wesentlicher Faktor, der gerade für uns junge Nachwuchsmediziner wichtig ist“, so Speitling weiter.
Wie eine Hausarztpraxis im Coburger Land arbeitet, hat Dr. Bernhard Hillenbrand den Stipendiaten näher gebracht und konnte besonders für die Chirotherapie begeistern.
„Ich habe in der kurzen Zeit viel gelernt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Beweglichkeit von Gelenken auf diese Weise wiederhergestellt werden kann“, sagte die Stipendiatin G. Stoll nach dem Besuch der Praxis Hillenbrands.
Am Abend sind die Stipendiaten in der Stadt Bad Rodach von Bürgermeister Tobias Ehrlicher begrüßt worden. Der Bürgermeister hat die Stipendiaten durch die Thermenstadt geführt. Ein Besuch der Therme selbst hat den Aufenthalt in Bad Rodach abgerundet. Auf diese Weise haben die angehenden Ärzte hautnah einen ersten Eindruck vom Leben im Coburger Land erhalten. Das i-Tüpfelchen des diesjährigen Treffens war der Besuch des Coburger Landestheaters. „Die Stipendiaten haben bereits nach dem Termin im nächsten Jahr gefragt und waren vom Coburger Land begeistert. Ziel erreicht!“, so Jonas Tilhof, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion plus Coburg.