Regionale Pflegekonferenz Stadt und Landkreis Coburg
2. Sitzung
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Pflege, Verwaltung und sozialen Einrichtungen kamen Ende Januar zur zweiten Sitzung der Regionalen Pflegekonferenz von Stadt und Landkreis Coburg zusammen. Ziel der Konferenz ist es, die pflegerische Versorgung in der Region gemeinsam weiterzuentwickeln und frühzeitig auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren.
Zum Auftakt begrüßte Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig die Teilnehmenden und dankte für ihr Engagement sowie die sektorenübergreifende Zusammenarbeit in der Region. Anschließend gab Vanessa Kaiser einen Überblick über die Arbeit der letzten Monate. Seit dem Start der Regionalen Pflegekonferenz vor knapp zwei Jahren wurden mehrere Arbeitskreise eingerichtet, die sich unter anderem mit der Stärkung der häuslichen Pflege, der Fachkräftesicherung und neuen Versorgungsmodellen beschäftigen.
Ein Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen folgte durch den Bundestagsabgeordneten Johannes Wagner. Er ging insbesondere auf die Finanzierung der Pflege sowie mögliche Reformansätze ein. Diskutiert wurde unter anderem das Modell des sogenannten „Sockel-Spitze-Tauschs“, bei dem Pflegebedürftige einen festen Eigenanteil zahlen und die Pflegeversicherung darüber hinausgehende Kosten übernimmt. Zudem verwies Wagner auf das seit 1. Januar 2026 geltende Befugniserweiterungsgesetz, das Pflegekräften künftig mehr Verantwortung und Handlungsspielräume geben soll.
Einen umfassenden Überblick über die aktuelle pflegerische Situation in Stadt und Landkreis gaben anschließend Nina Kötzel (Stadt Coburg) und Sabrina Müller (Landkreis Coburg). Die vorgestellten Daten zeigen: Die Versorgung in der Region ist derzeit noch stabil. Gleichzeitig deuten demografische Entwicklungen auf steigende Herausforderungen hin. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich deutlich steigen, während die Zahl jüngerer Menschen – und damit potenzieller Pflegekräfte – sinkt. Zudem gehen im Landkreis in den nächsten fünf Jahren rund 80 Pflegekräfte in den Ruhestand.







